Eine mittelalterliche und Renaissance-Stadt entdecken
Eingebettet in eine grüne Landschaft zwischen Weinbergen und Hügeln birgt Boersch Schätze der Renaissance. Dieses typische Dorf des elsässischen Vorgebirges zeichnet sich durch seine Renaissance-Architektur aus, die besonders auf dem Rathausplatz sichtbar ist. Dort bewundert man das Rathaus mit einer Wendeltreppe in einem eleganten Türmchen sowie einen sechseimerigen Brunnen aus dem Jahr 1617, die zum Charme dieses bewahrten Ortes beitragen.
Dennoch bewahrt Boersch auch eine starke mittelalterliche Prägung. Die Stadtmauern und Tore, um 1340 erbaut, zeugen von seiner befestigten Vergangenheit. Drei der ursprünglich vier Tore sind heute noch erhalten: das Niedertor im Osten, das Obertor im Süden mit einer Darstellung des heiligen Medard, dem Schutzpatron der Pfarrei, und das Aftertor im Norden. Das vierte, das Pfarrhaustor im Westen, wurde 1758 wegen seines schlechten Zustands abgerissen. Diese bemerkenswert gut erhaltenen Mauern umgeben noch immer das Dorf.
Beim Bummeln durch die Gassen entdeckt man auch Fachwerkhäuser, oft mit Handwerkszeichen verziert. Besonders auffällig ist das ehemalige Haus der Deutschordensritter aus dem Jahr 1499.