Gresswiller
Etwa dreißig Kilometer südwestlich von Straßburg erhebt sich Gresswiller plötzlich an einer Felsvorsprung und markiert den Eingang zum malerischen Bruche-Tal.
Durchquert vom gleichnamigen Fluss, offenbart dieses ruhige Dorf ein bemerkenswertes historisches und natürliches Erbe.
Die örtliche Kirche, das markanteste Bauwerk des Ortes, beeindruckt mit ihrem spätgotischen Turm. Ihre Fassade zeigt einen Türsturz aus dem Jahr 1523, der den heiligen Martin darstellt, wie er seinen Mantel mit einem Armen teilt.
In der Nähe, in die Mauer des ehemaligen Friedhofs eingelassen, zieht ein Miniatur-Heiliges Grab, vermutlich um 1500 gefertigt, die Blicke der Besucher auf sich.
Ein weiterer Schatz verbirgt sich in einem Kindergarten: ein alter Planetar, ein raffiniertes mechanisches Modell, das die Bewegungen von Erde, Mond und Planeten nachbildet und gleichzeitig Tage und Monate anzeigt.
Über diese kulturellen Kostbarkeiten hinaus bietet Gresswiller herrliche Wanderungen, insbesondere den Aufstieg zum Kalkhügel Wurmberg. Die Hänge dieses Ortes beherbergen Wiesen mit Orchideen und seltenen Blumen, die diesem geschützten Naturraum eine besondere Note verleihen.