Lutter
Das kleine Dorf Lutter, hoch oben im Elsässischen Jura gelegen, besticht durch sein außergewöhnliches architektonisches Erbe. Die hauptsächlich im 16. und frühen 17. Jahrhundert errichteten Häuser bilden eine dichte und gut erhaltene Einheit entlang einer ruhigen Straße, die zum Flanieren einlädt. Die aus massivem Stein gebauten und ohne Fachwerk errichteten Gebäude zeichnen sich durch ihre imposante Erscheinung aus, manche erinnern eher an herrschaftliche Residenzen als an bescheidene Bauernhöfe. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie umgestaltet, bewahren jedoch charakteristische Details ihrer Epoche: Renaissance-Fenster mit Sprossen, oft gerundete Türen und Dachbodenfenster mit abgeschrägten Kanten, ein unverkennbares Merkmal dieser Übergangszeit. Ein Rätsel bleiben die halbkreisförmigen Skulpturen, die einige Eckverbindungen schmücken und Forscher noch immer beschäftigen. Einige dieser Häuser besitzen zudem eine elegante Holzgalerie im ersten Stock, die ihren Charme verstärkt. Für eine vertiefte Zeitreise führt ein Spaziergang entlang des Bachs bis zum Oratorium St. Joseph, das inmitten eines friedlichen Waldes liegt.