Ohlungen

Ohlungen und sein Ortsteil Keffendorf bilden eine elsässische Gemeinde mit 1.306 Einwohnern, in der die Landwirtschaft, vor allem Hopfen- und Getreideanbau, eine wichtige Rolle spielt. Auch Handwerk und Handel sind hier gut vertreten. Früher war die Region vom Erdölabbau geprägt, der vor fünfzig Jahren eingestellt wurde. Das lokale Leben bereichert ein reiches Kulturerbe: Zwanzig Denkmäler sind verzeichnet, darunter drei Kreuzwege und ein Steinkreuz aus dem Jahr 1744, das „S’Pandurekrytel“, gewidmet einem Offizier, der im Österreichischen Erbfolgekrieg in der Nähe des Dorfes starb. Dieses befindet sich nahe der Klose-Kapelle, deren erste Errichtung auf das Jahr 1213 zurückgeht und die 1804 neu aufgebaut wurde. Eine aus Birnbaumholz gefertigte Pietà, die während der Revolution gerettet wurde, wurde leider in den 1970er Jahren gestohlen. Der Name Klose, der Einsiedelei bedeutet, erinnert an ein kleines Kloster aus dem frühen Mittelalter, belegt durch umliegende Gräber. Die Gemeinde verfügt außerdem über zwei Kirchen: eine in Ohlungen, erbaut während des Ersten Weltkriegs, und eine in Keffendorf, deren erste schriftliche Erwähnung aus dem 14. Jahrhundert stammt. Das Vereinsleben ist lebendig mit vierzehn Vereinen, die verschiedene Bereiche wie Theater, Sport und Freizeit abdecken. Jedes letzte Augustwochenende organisieren sie das Hopfenfest mit einem Festwagenumzug und der Wahl einer Hopfenkönigin. Zudem findet alle zwei Jahre im Ohlunger Wald das Summerlied-Festival statt, das 2018 über 16.000 Besucher mit 46 Aufführungen und der Unterstützung von 600 Ehrenamtlichen anzog. Schließlich verfügt das Dorf über eine aktive Kindergarten- und Grundschule, deren Pausenhof mit einem Wandgemälde geschmückt ist.

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