Töpfermuseum

Schon in der Zeit der polierten Steinwerkzeuge wurde der reichlich vorhandene Ton der Rheinebene zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen genutzt. Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Tätigkeit noch in etwa dreißig Dörfern im Unterelsass verbreitet. Heute bewahren nur noch zwei Zentren diese Tradition: Betschdorf und Soufflenheim. In Soufflenheim sind die farbenfrohen Töpferwaren hauptsächlich für das Kochen von Speisen bestimmt. In Betschdorf hingegen sind die salzglasierte Steingut-Töpfe, erkennbar an ihrer grauen Farbe und den kobaltblauen Mustern, zum Konservieren von Lebensmitteln wie Öl, Schmalz, Gurken, Kohl oder Eiern gedacht. Diese beiden Dörfer zeigen somit zwei parallele Geschichten und zwei unterschiedliche Handwerkskünste, die bis heute lebendig sind.

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